Pflegedirektor_innen spalten Berufsgruppen im Krankenhaus… Handaufshirn!

Am 15.9.2016 wurde ein Brief der Pflegedirektor_innen des KAV publik, in dem die Pfleger_innen des KAV unterschwellig gegen die Ärzt_innen aufgehetzt werden. ⇒ http://imgur.com/a/85fKI

Der Brief ist zwar an die Stadträtin Wehsely adressiert, bezweckt aber im Endeffekt nichts anderes, als unter den Pflegenden im KAV Unverständnis und Ablehnung gegenüber den Protesten der Ärzt_innen zu schüren. Ja, es gibt Ablehnung des Ärzt_innenstreiks unter den Pfleger_innen, es gibt aber auch Unterstützung. Was in diesem Brief jedoch geschieht, ist ein Ausspielen der Berufsgruppen, indem die Pfleger_innen als fleißige, brave Arbeitsbienen dargestellt werden, die den Streik der Ärzt_Innen ausbaden.

Im Brief ist die Rede von effektiver Personalbedarfs- und Einsatzplanung in der Pflege des KAV als positives Beispiel. Das ist schlicht und einfach nicht wahr. Die PPR, auf der die Pflegepersonalbedarfsplanung in vielen Abteilungen des KAV basiert, ist nichts anderes als eine antiquierte Personalplanung auf unterstem Niveau, welche Patient_innen gefährdet. Die Pflegedirektor_innen schreiben, dass die Übernahme des mitverantwortlichen Tätigkeitsbereichs die Ärzt_innen entlastet hat. Das mag zwar stimmen, jedoch hat diese Übernahme die Pflege massiv mehr belastet. Die im Brief erwähnte kompensatorische Entlastung durch Administrativ- und Servicekräfte ist ein Wunschtraum. Die Pflege im KAV ist am Limit. Tagtäglich geschieht gefährliche Pflege, weil die Personalaustattung alles andere als ausreichend ist. Wenn die Pflegedirektor_innen hier die Pflege als positives Beispiel gegen die Anliegen der Ärzt_innen ins Spiel bringen wollen, ist das ein Schlag ins Gesicht der Pflege.

Jetzt heißt es, gemeinsam auftreten. Wir, nämlich alle Berufsgruppen im KAV, müssen uns dagegen wehren, dass versucht wird uns zu spalten, uns gegeneinander auszuspielen.. Wir müssen uns dagegen wehren, dass am Rücken der Beschäftigten und der Patient_innen eine Spar- und Gefährdungspolitik gefahren wird. Die Pflegedirektor_innen repräsentieren nicht die Pfleger_innen. Sie offenbaren sich als Handlanger_innen der Politik der Wiener Stadtregierung.

Jetzt ist auch die Younion gefragt, die sich immer damit rühmt, für alle Berufsgruppen zu kämpfen. Wehren wir uns. Kämpfen wir für eine Gesundheitspolitik, die den Namen verdient hat. Jetzt ist auch die Ärzt_innenkammer gefragt, sich mit den Pfleger_innen und allen anderen Berufsgruppen solidarisch zu erklären.

Lassen wir uns nicht spalten, reden wir gemeinsam, planen wir gemeinsame Aktionen zB hier: https://www.facebook.com/events/337570809919631/

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